Unter körperlicher Anspannung ist starkes, übermäßiges Schwitzen mehr als normal. Doch nehmen die Situationen, in denen starke Achselnässe auftreten, ebenfalls stark zu, und ohne dass es hierfür einen somatischen Grund gibt, so spricht man von krankhaftem übermäßigem Schwitzen, der sogenannten Hyperhidrose bzw. Hyperhidrosis. Dieses Krankheitsbild ist weit häufiger vertreten als allgemein vermutet: es wird geschätzt, dass bis zu 3 Prozent der Bevölkerung unter krankhaften Schweißausbrüchen leiden - eine Volkskrankheit, die bislang nahezu verborgen geblieben ist. Dies liegt vor allem daran, dass ein derartiges Krankheitsbild isolierend wirkt - der Erkrankte sucht häufig eher die Isolation als den Weg, über seine Erkrankung zu reden.
Schweißdrüsen operativ entfernen lassen
Gegen Hypherhidrose medizinisch vorzugehen, kann mehrere Möglichkeiten bedeuten. Zum einen ist dort die Möglichkeit der Behandlung mit Botox in reversiblen Schüben möglich. Hierbei sind jedoch die stetig anfallenden Kosten für eine derartige Behandlung (ca. alle sieben Monate) zu berücksichtigen. Hierbei wird mittels des Nervengifts Botox eine Trennung der Kommunikation zwischen Nerv und Schweißdrüse vorgenommen. Auf diese Weise kommt es zu einer recht schnellen Beendigung der übermäßigen Schweißproduktion.
Einen anderen Weg geht man bei der operativen Entfernung der Schweißdrüsen. Hierbei wird im Rahmen einer Schweißdrüsenabsaugung, der sogenannten Saugküretage, eine irreversible Entfernung der Schweißdrüsen vorgenommen. Hilfe mittels Operativ Schweißdrüsen entfernen stellt eine noch recht neue medizinische Disziplin dar, gegen Hyperhidrose vorzugehen. Derzeit ist dieses Schweißdrüsen-Absaugen jedoch nur in den Achselhöhlen möglich. Zudem gibt es nur einige Ärzte und Chirurgen in Deutschland, die derzeit diese Operation anbieten. Mit Kosten in Höhe von ca. 1.500 Euro muss bei einer Schweißdrüsen-Operation zudem gerechnet werden - jedoch bei mehr als zufrieden stellenden Ergebnissen!